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Bus in Vollbrand auf BAB 44

112-magazin.de ,21. August 2013:

Gelenkbus auf Überführungsfahrt ausgebrannt

MARSBERG/RHODEN. Ein Gelenkbus ist auf der Überführungsfahrt auf der A 44 zwischen den Ansschlussstellen Marsberg und Lichtenau vollständig ausgebrannt. Die Polizei vermutet einen technischen Defekt als Auslöser.

An dem 1997 gebauten Bus entstand Totalschaden, verletzt wurde niemand. Der 60 Jahre alte Fahrer und Besitzer des Gelenkbusses habe allein im Fahrzeug gesessen, sagte eine Beamtin der Autobahnpolizei Wünnenberg-Haaren am Mittwochmorgen gegenüber 112-magazin.de. Der Mann hatte den Bus kürzlich für 15.000 Euro erworben und wollte ihn den Angaben zufolge am Dienstagabend nach Preußisch Oldendorf (Kreis Minden-Lübbecke, NRW) überführen.

An einem Steigungsstück der A 44 bemerkte der Fahrer laut Polizei gegen 21.30 Uhr einen Leistungsverlust. Er habe den Bus auf dem Randstreifen angehalten, in diesem Moment seien bereits Flammen aus dem Motorraum geschlagen. Der Fahrer rettete sich ins Freie, der Bus brannte vollständig aus.

An den Löscharbeiten waren neben Feuerwehrleuten aus Marsberg, Westheim, Rimbeck und Scherfede auch Brandschützer aus Rhoden beteiligt - die Diemelstädter waren wegen ihres neuen Staffellöschfahrzeugs gefragt, das 4000 Liter Löschwasser an Bord hat.Weiteres Löschwasser wurde durch die westfälischen Wehren im Pendelverkehr zur Einsatzstelle gebracht - da die Autobahn voll gesperrt war, konnten die Brandschützer von Meerhof aus den brennenden Bus entgegen der Fahrtrichtung ansteuern.

Unter Atemschutz und mit einem Schaumrohr gingen die Einsatzkräfte gegen die Flammen vor. Die Autobahn blieb laut Polizei bis 1 Uhr früh voll gesperrt. Der Bus wurde zunächst auf den nächsten Parkplatz geschleppt, von dort aus sollte er am Mittwoch abtransportiert werden. Eine RTW-Besatzung stand auf der A 44 als Brandstellenabsicherung bereit, brauchte aber nicht tätig zu werden.

Die Hitze des Feuers sei so stark gewesen, dass auch der Asphalt beschädigt wurde, sagte die Polizeibeamtin. Den Schaden dafür gab sie mit 5000 Euro. Die Sprecherin der Feuerwehr Rhoden, Steffi Tepel, beklagte, dass die Anfahrt zur Brandstelle trotz eingeschalteter Sondersignale "eine Katastrophe" gewesen sei. Viele Verkehrsteilnehmer hätten keine Rettungsgasse gebildet und so die Anfahrt deutlich verzögert. Dies könne bei einem Verkehrsunfall mit schwer verletzten Personen dramatische Folgen haben.